Restaurationen für das Gemüse-Abo

Dort wo normalerweise die grünen Abokisten mit allerlei Bio-Gemüse bepackt werden, wurde im Oktober der Boden restauriert. Grund dafür ist, dass der Gabelstapler und seine Kollegen jeweils ab dem unebenen Boden ins Stottern kam. Der gelernte Maurer und Betriebsleiter Stefan Brunner ist in einem seiner Elemente.

#muratori #Gemüseverteilzentrale #boss@Work

Wie chillig ist Dein Raclette?

Schweizer*in erfreut sich besonders in den Wintermonaten an Raclette und Fondue.

Ob Corona dem letztgenannten einen Strick durch das Caquelon zieht, werden wir sehen.

Dieses Jahr werden auf dem Brunner Eichhof über 3 Tonnen Chilis geerntet, gewaschen und geschnitten. Einige Stunden wurden alles andere als gechillt!

Im Winter gibt es bei Jumi Raclette mit chilliger Beilage vom Eichhof.

Kurkuma- und Ingwerernte

Die Kurkuma- und Ingwerpflanzen haben nicht immer schön ausgesehen. Die Luftfeuchtigkeit im Sommer war wohl eher zu tief und so hatten die Blätter der Pflanzen zum Teil abgestorbene Stellen. Trotzdem sind sie weiter gewachsen, zumindest bis zu Wetterwechsel mit vielen kühlen und nassen Tagen vor ein paar Wochen. Deshalb war es jetzt Zeit nachzusehen, was sich in der Erde verbirgt! Und tatsächlich lässt sich das Resultat beim Ingwer durchaus sehen. In der rechten Hälfte des Bildes oben sieht man die Ingwer Pflanzen und ein ausgegrabenes Exemplar. Obwohl die Pflanzen eher klein geblieben sind haben sie schöne Knollen gebildet. Diese sind zwar etwas kleiner als die, welche man im Supermarkt kaufen kann, dafür sehr frisch und aus Schweizer Produktion! Auch die Kurkumapflanzen haben Knollen gebildet (im Bild links), welche aber noch sehr klein sind. Wir sind aber sehr zufrieden mit dem Resultat und werden es nächstes Jahr wieder versuchen. Im Garten werden wir den schattigsten und feuchtesten Ort auswählen. Zusätzlich werden wir die Pflanzen auch in unserem ungeheizten Tomatengewächshaus ziehen. Dort können sie etwas länger wachsen als im Freiland und die Luftfeuchtigkeit ist etwas höher … und dann können wir nächstes Jahr Schweizer Bio Ingwer und Kurkuma liefern!

Herbstzeit ist Erntezeit

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und in Aarberg riecht es nach Zuckerfabrik … das untrügliche Zeichen, dass der Herbst angefangen hat. Somit beginnt auch im Schaugarten die Erntezeit. Die Ersten waren Anfang Oktober die Kolbenhirsen. Auf den Fotos ist die Sorte Herbstfeuer von ProSpecie Rara zu sehen. Ihr Name kommt von der roten Färbung. Der Anbau war einfach und problemlos, ausser dass kurz nach der Aussaat die Kolbenhirse Sämlinge fast nicht zu unterscheiden waren von Unkrauthirsen. Danach brauchten sie keine spezielle Pflege. Die Kolben sind bis zu 20 cm lang und ziemlich schwer. Deshalb sollte man wahrscheinlich die Pflanzen näher zusammen aussäen, als wir dies gemacht haben. Wir haben sowohl in der Reihe als auch zwischen den Reihen 25 cm Abstand gewählt und die reifen Pflanzen mit den schweren Rispen hatten die Tendenz umzufallen.

Regenerative Landwirtschaft: Gründüngungen

Wie der Boden sich selbst ernährt:

Da der Eichhof nur wenige Tiere beherbergt, steht nur sehr wenig Hofdünger wie Gülle oder Mist zur Verfügung. Dieser Dünger ist auf vielen Betrieben dafür verantwortlich, dass Nährstoffe auf die Felder gelangen und Pflanzen wachsen können.

Auch auf dem Eichhof müssen der Boden und die Pflanze ernährt werden. Dafür wird auf die Methode von Gründüngungen zurückgegriffen.

Gründüngung im September

Gründüngungen sind schon länger in der Landwirtschaft in Gebrauch. Mit der regenerativen Landwirtschaft erhalten sie jedoch wieder eine viel grössere Wichtigkeit. Sie bestehen aus verschieden Pflanzenarten, welche alle die Aktivität der Bodenlebewesen fördern, Nährstoffe in den Boden bringen und für kommende Kulturen verfügbar machen.

Eine Gründüngung, in welcher zuvor Nützlinge gegen Kohlschädlinge Zuhause waren , wird flach eingefräst bevor die Samen reif werden.
Eine Gründüngung, in welcher zuvor Nützlinge gegen Kohlschädlinge Zuhause waren , wird flach eingefräst bevor die Samen reif werden.

Eine gute Gründüngung hat eine hohe Fotosynthese-Leistung. Das bedeutet, dass die Pflanzen sehr viel Sonnenenergie und CO2 in Traubenzucker umwandeln. An einem sonnigen, warmen Tag kann die Pflanze dann bis zu 80 % dieses Zuckers durch die Wurzeln an den Boden abgeben. Dort können sich Bodenlebewesen wie Bakterien und Pilze etc. davon ernähren und vermehren.

Was ist besser als eine Gründüngung?

0

Eine doppelte Gründüngung!! 🙂

Die erste Gründüngung wird flach eingefräst mit dem Milchsauren Ferment wird die Flächenrotte eingeleitet.

Für eine doppelte Gründüngung muss bis spätestens Ende Juli eine Gründüngung (ideal Dominanzgemenge) gesät werden. Diese wird nach sechs Wochen (erste Septemberhälfte) flach eingearbeitet (3-8 cm). Darauf folgt idealerweise eine 10-14 tägige Flächenrotte.

Zwischen dem Zuckermais wurde bereits die zweite (überwinternde) Gründüngung gesät.

Nach abgeschlossener Flächenrotte wird eine überwinternde Gründüngung gesät. Diese bedeckt und durchwurzelt den Boden während des Winters. Im Frühling wird zwei bis drei Wochen vor der Folgekultur die nächste Flächenrotte eingeleitet.

Gründüngung und Ernterückstände einhobeln mit Ferment Einspritzung.

Der Vorteil einer doppelten Gründüngung ist, dass in derselben Zeit mehr Humusaufbau, Nährstofffixierung und Bodenbiologie erreicht werden kann als bei einer einfachen Gründüngung. Dies geschieht weil junge Pflanzen mehr Wurzelausscheidungen produzieren.

Frühjahr

Frühkartoffeln pflanzen

So früh wie es die Bodenbedingungen zulassen pflanzen wir die ersten Kartoffeln und decken sie mit einem Vlies zu.

Frühjahr
Juli

Kartoffel ernten

Etwa 100 Tage nach der Pflanzung können die Kartoffeln geerntet werden.

Juli
Juli

1. Gründüngung wird gesät

So rasch wie möglich wird eine schnellwüchsige, vielseitige Gründüngung gesät. Oft das „Dominanzgemenge“

Juli
Anfangs – Mitte September

1. Flächenrotte

Die Gründüngung wird flach eingearbeitet. Um Fäulnis zu verhindern und die Rotte zu beschleunigen spritzen wir ein Milchsäureferment ein (EM).

Anfangs – Mitte September
Mitte – Ende September

2. Gründüngung

Nach erfolgreicher Flächenrotte wird eine überwinternde, nicht abfrierende Gründüngung gesät. Zb. Wick-Roggen oder die Mischung „Wintergrün“

Mitte – Ende September
Frühjahr

2. Flächenrotte

Im Frühjahr, ideal ab Blüte der wilden Steinobstarten bis Anfangs Mai kann die Gründüngung zusammen mit milchsaurem Ferment flach eingehobelt werden.

Frühjahr
Frühjahr

Neue Hauptkultur

Nach der abgeschlossenen Flächenrotte kann die neue Hauptkultur angebaut werden. Zb. Randen, Sellerie Kürbise, Zucchetti usw.

Frühjahr

Kleine Kätzchen

Der Brunner Eichhof fokussiert auf den Anbau von Gemüse und pflanzlichen Proteinen. Tiere geniessen daher ein friedliches Dasein und Entkommen dem Schicksal der „Nutz-Tiere“ (Ausnahme: Hühner). Neben Pferden, Wollschweinen, Enten, Hunden und den mobilen Hühnern erfreuen seit knapp drei Wochen vier „kleine Kätzchen“ die Pausen der Mitarbeitenden.

Feigenblattkürbis, sehr wüchsig aber ohne Blüten

Der Feigenblattkürbis ist eine Kürbisart, welche in unseren Breitengraden eher wenig bekannt ist. Wir haben die Samen von einem Bekannten erhalten, der sie in Bolivien gekauft hat. Im April im Gewächshaus ausgesät sind sie von Anfang an gut gewachsen. Vor allem ab Juli haben sie richtig Gas gegeben. Auch jetzt noch wachsen sie sehr schnell, die beiden Pflanzen, welche ich im Garten gesetzt habe, haben mehrere dutzend Quadratmeter überwachsen! Der Feigenblattkürbis ist auch bekannt dafür, dass er sehr spät blüht und bei uns keine reifen Früchte bildet. Tatsächlich haben die Pflanzen bis jetzt noch keine Blüten gemacht. Deshalb habe ich sie, neben dem Garten, auch noch in ein kleines Tomatenhaus gesetzt, um sie im Spätherbst etwas vor Frost zu schützen. Auch das Tomatenhaus haben die Pflanzen komplett in Beschlag genommen … aber Blüten haben sie auch dort noch nicht gebildet.

Für die Profis: Feigenblattkürbisse sind ziemlich resistent gegen Pilzkrankheiten und, wie oben erwähnt, äusserst wüchsig. Deshalb werden sie als Unterlage verwendet, um darauf Gurken oder Melonen zu veredeln. Die aufgepfropften Gurken und Melonen werden dadurch weniger anfällig für Fusarien Pilzerkrankungen und werden etwas toleranter gegenüber kühlen Temperaturen.

Eichhof Weideeier

Seit August 2020 leben unsere Legehnennen in einem mobilen Weidestall.
Der Stall wird wöchentlich verschoben damit die Hühner immer eine frische Wiese zum „picken“ haben.

In diesem Stall haben gemäss Tieschutzgesetz 220 Bio Legehennen platz. Aktuell halten wir 150 Hühner.

Jeden Tag erhalten die Legehennen neben dem ausgewogenen Bio Legehennenfutter auch ganze Getreidekörner aus eigener Produktion.

Bestellen Sie noch heute ein Eier Zusatzabo von glücklichen Hühner 🙂

Hoffest am 20. September 2020 auf dem Eichhof

Am 20. September 2020 öffnen wir Tor und Türen für alle Interessierten.
Corona bedingt halten wir das Rahmenprogramm sehr schlank.
Hofführungen und Kinderspielplatz bieten Unterhaltung für die ganze Familie.

Ab 12.00 Uhr offerieren wir Ihnen gerne eine Portion selber angebautes Getreiderisotto und Salat als Beilage. Getränke können vor Ort erworben werden.

10.00 Uhr

Tür öffnung

Eintreffen und Kaffee

10.00 Uhr
11.00 Uhr

1. Hofführung

Rundgang über Hof und Felder.
Schaugarten, Getreidereinigung.
Stellen Sie Fragen 🙂

11.00 Uhr
11.30 bis 14.00 Uhr

Mittagessen

Getreiderisotto und Salatbuffet offeriert vom Eichhof. Gratis Getränke ohne Alc. Wein und Bier verkauf.

11.30 bis 14.00 Uhr
14.00

2. Hofführung

Rundgang über Hof und Felder.
Schaugarten, Getreidereinigung.
Stellen Sie Fragen 🙂

14.00
16.00

3. Hofführung

Fütterung der Legehennen.
Rundgang über Hof und Felder.
Schaugarten, Getreidereinigung.
Stellen Sie Fragen 🙂

16.00
18.00

Ende der Veranstaltung

Vielen Dank für Ihren Besuch 🙂

18.00
Wir freuen uns Sie am Sonntag 20. September 2020 bei uns auf dem Eichhof zum Hoffest zu begrüssen.

Bienen mögen Sorghum

Wie alle Süssgräser (Mais, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer usw.) ist auch Sorghum ein Windbestäuber, d.h. Sorghumblüten sind nicht auf bestäubende Insekten angewiesen, um Körner anzusetzen. Dies heisst aber nicht, dass Sorghum für Bienen nicht attraktiv ist. In grosser Zahl und schwer beladen sammeln sie fleissig Pollen, welcher offenbar sehr nahrhaft ist für sie. Die Bienen wird es also freuen, wenn wir in Zukunft mehr Sorghum anbauen in der Schweiz.