Feigenblattkürbis, sehr wüchsig aber ohne Blüten

Der Feigenblattkürbis ist eine Kürbisart, welche in unseren Breitengraden eher wenig bekannt ist. Wir haben die Samen von einem Bekannten erhalten, der sie in Bolivien gekauft hat. Im April im Gewächshaus ausgesät sind sie von Anfang an gut gewachsen. Vor allem ab Juli haben sie richtig Gas gegeben. Auch jetzt noch wachsen sie sehr schnell, die beiden Pflanzen, welche ich im Garten gesetzt habe, haben mehrere dutzend Quadratmeter überwachsen! Der Feigenblattkürbis ist auch bekannt dafür, dass er sehr spät blüht und bei uns keine reifen Früchte bildet. Tatsächlich haben die Pflanzen bis jetzt noch keine Blüten gemacht. Deshalb habe ich sie, neben dem Garten, auch noch in ein kleines Tomatenhaus gesetzt, um sie im Spätherbst etwas vor Frost zu schützen. Auch das Tomatenhaus haben die Pflanzen komplett in Beschlag genommen … aber Blüten haben sie auch dort noch nicht gebildet.

Für die Profis: Feigenblattkürbisse sind ziemlich resistent gegen Pilzkrankheiten und, wie oben erwähnt, äusserst wüchsig. Deshalb werden sie als Unterlage verwendet, um darauf Gurken oder Melonen zu veredeln. Die aufgepfropften Gurken und Melonen werden dadurch weniger anfällig für Fusarien Pilzerkrankungen und werden etwas toleranter gegenüber kühlen Temperaturen.

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